Heute war ich über 8 Stunden lang auf einem Zoll Seminar. Da die Dozentin eine junge und sehr lebenslustige Frau war, ging das ganze erstaunlich erträglich von Statten. Trotzdem hat es sich grade zum Schluss schon irgendwie gezogen. Nach der Arbeit bin ich dann noch mal zum alten Haus gefahren, weil mein Stiefvater Hilfe brauchte. Wir haben unten den Schuppen komplett ausgeräumt und noch einiges entsorgt. Morgen ist die Schlüsselabgabe und wir sind nicht komplett fertig geworden. Eventuell muss ich morgen von der Arbeit weg um das aller letzte Zeug dort zu entsorgen. Als ich dann irgendwann nach Hause kam, las ich die Nachricht von meinem Vater, dass meine Oma heute im Alter von (ich glaube) 81 Jahren verstorben ist. Ich fühle absolut gar nichts. Ich habe diese Frau in meinem Leben noch nicht gesehen und ich wusste ehrlich gesagt nicht mal wie sie heißt. Mein Vater hatte ja selber seit 22 Jahren keinen Kontakt zu ihr. Komisch ist mir aber trotzdem. Einfach dieser Gedanke, dass ich meiner Oma, die ich nie gesehen habe und jetzt auch nie sehen werde, kein Stück hinterher trauere, kommt mir ein wenig seltsam vor. Traurig, dass es ist wie es ist, aber da hatte ich ja nun mal so gar keinen Einfluss drauf. Somit lebt von meinen Großeltern nur noch meine richtige Oma, die ja immer für mich da war und zu der ich ein super Verhältnis habe. Ach dies war ein sehr überladener Tag für mich. Mein Kopf ist ziemlich voll grade.
//Gavin Froome//
9. März
vor 10 Jahren
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