Dienstag, 4. September 2007

Die Kluft zwischen zwei Lebensaltern

Siebzehn.....17 Jahre und einen Tag lebe ich schon auf diesem Planeten, und es kommt mir tatsächlich so vor als wären es 17 Jahre gewesen....naja nicht wirklich, aber wenn ich mal so bis auf den 3.9.1990 zurückblicke, fällt mir doch auf was man so alles durchgemacht hat, und wie lange das meiste eigentlich her ist. Man hat kein Zeitgefühl mehr, mein ganzes Leben ist nur so an mir vorbeigerast, und doch kommt es einem so vor als wär man schon ewig da. Man hat schon so verdammt viel erlebt, und doch so wenig. Höhen, tiefen, alles war schon da, mal mehr, mal weniger. Und ich frage mich, wenn dass in den letzten 17 Jahren schon so war, wird es genauso weitergehen? Man wird mehr Sachen machen können, Auto fahren, im Kino Filme ab 18 gucken, ohne elterliche Erlaubnisbestätigung ins Ausland fahren und vorallem Schnaps, doch welchen Sinn hat das alles? Und was ist 17 für ein Alter? Was bringt einem das? Zwischen 16 und 18, zwischen Bier und Korn. Alt genug um sich mit Radler zu besaufen, aber ein Jahr zu jung um Volljährig zu sein und zum örtlichen Oktoberfest zu gehen. Es fehlt ein Jahr, um so viel mehr machen zu können. Andereseits sollte man es auch geniesen, noch ein Jahr "illegal" trinken zu gehen, länger als 0.00Uhr inner Kneipe zu sitzen oder sich auf Parties einschleichen. Noch ein Jahr ältere Fragen ob sie einem Schnaps besorgen können, noch ein Jahr bis einer aus der Clique einen Führerschein hat, sodass man nicht von den Eltern gebracht werden muss, oder mit dem Fahrrad lange Strecken zu fahren. Noch ein Jahr, bis man von der Schule gefeuert werden kann. Noch ein Jahr vom Urteil der Eltern abhängig, noch ein Jahr bis ich ohne unnötigen Papierkram nach Schweden fliegen kann, noch ein Jahr jedes mal die Unterschrift der Eltern besorgen müssen. Noch ein Jahr, dann ist man Volljährig. Ist das alles gut? Braucht man alles? Jein. Ich denke mal dass vieles im positiven Sinne einfacher wird, aber es wird doch etwas fehlen, die Abhängigkeit von anderen. Kann gut sein, muss es aber nicht. 17 Jahre...da fragt man sich doch wie es in 17 Jahren aussehen wird...ich mit 34...ich könnte ein Erfolgreicher Bankkaufmann in Schweden sein, mit ner geilen Frau und vielleicht ein paar Kindern. Oder ich bin ein verzweifelter Hartz4 empfänger der immer noch Täglich in diesen Blog schreibt. Man wird es nie erfahren...was laber ich da, in 17 Jahren wird man es wissen. Regt einen aber schon zum Nachdenken an. Die veränderung des Charakters fasziniert einen besonders. War ich vor 4 Jahren noch Eminem Fan, mega-pessimist und wollte Geologe werden, bin ich heute ein nicht mehr ganz so extremer pessimist, der auf Groove Armada steht und Bankkaufmann werden will. War ich vor einem Jahr noch krasser Anit-raucher und war noch nie besoffen, bin ich heute ein Trinker der regelmäßg nen Kater hat, und ab und zu Wasserpfeife oder Zigarre raucht. Gegen Zigaretten bin ich zwar immernoch, aber das ist was anderes. Im Grunde hab ich die selbe einstellung wie noch vor einem Jahr, aber es macht einfach so viel spaß sich grundlos zu besaufen, dass man zu schwach ist um hin und wieder zu widerstehen. Man entwickelt sich weiter und wird immer Erwachsener, sollte man zumindest annehmen. In drei Jahren gehts schon in die Berufswelt, Geld verdienen, sich finanziell absichern. Doch bis es soweit ist werde ich mein siebzehntes Lebensjahr so gut es geht genießen, mich über die langweilige Schule beschweren und am Wochenende orgentlich einen drauf machen. Ihr werdet mehr von mir hören, in Gavin Froome's HOUSE.
//Gavin Froome//

1 Kommentar:

Arctis J. hat gesagt…

alt werden saugt!