Dienstag, 4. Mai 2010

Diese verfickten Schwanzlutscher

Wie Consol.at sowie Game One einstimmig berichten, verbietet der japanische Großpublisher Square Enix künftig Screens und Videos zu ihren Spielen. Beide Pressevertreter erhielten eine E-Mail vom deutschen Außenbüro des japanischen Konzerns, die besagt, dass sich der Publisher auf seine Copyrights beruft und jegliches Anfertigen und Veröffentlichen von Bildern und Videos zu ihren Spielen verbietet. Sowohl privat, als auch beruflich. Damit wagt Square Enix einen massiven Einschnitt in die Pressefreiheit. Das Problem ist, dass sie das Gesetz auf ihrer Seite haben. Man muss diese Aktion verständlicherweise von zwei Seiten betrachten: Einerseits hat SE das gute Recht, auf ihre Urheberrechte zu beharren. Schließlich sind es ihre Produkte. Andererseits ist dies natürlich eine geschickte Methode, die negative Berichterstattung zu ihren Spielen zu manipulieren – und das mit mehr als nur einem Geldkoffer in der Hand. Damit ist Square Enix bereits der zweite Publisher auf dem absteigenden Beliebtheits-Ast, der auf solche drastischen Maßnahmen setzt. Wir erinnern uns: Final Fantasy 13 wurde sowohl von Kritikern als auch von den Fans nicht gut aufgenommen. Das Spiel ist zu simpel, zu linear und man hätte sich nur auf die Grafik und Präsentation konzentriert. Vereinzelt werden gar Stimmen laut, FF13 wäre das schlechteste 3D FF aller Zeiten. Auch viele andere aktuellen SE Produkte weisen nicht mehr die Qualität auf, die man bis in die frühen 2000er Jahre vom japanischen RPG-Riesen gewohnt war. Das merkt auch die Presse und nimmt die Spiele genauer unter die Lupe. Square Enix unterbindet somit jegliche sachliche und kritische Berichterstattung zu ihren Spielen. Dazu kommt, dass sie wohl absichtlich geschönte Bilder vorschreiben und Videos zu Verfügung stellen, die nur die Sahnehäubchen ihrer Titel zeigen. Genau, wie bei vielen vermeintlich guten Kinofilmen. Und mal ganz ehrlich. Ein guter Artikel ohne Bilder ist nur noch halb so interessant, vor allem wenn es um Spiele geht. Der zweite angesprochene Publisher ist Ubisoft. Auch deren Beliebtheit hat in letzter Zeit massiven Schaden genommen – überwiegend durch ihr eigenes Vergehen. Das wird von ihren rigorosen Methoden noch verstärkt. Denn die Franzosen haben damit begonnen, sämtliche Videos auf YouTube löschen zu lassen, natürlich mit einer unbefriedigenden Begründung. Man könne ja Walkthroughs erstellen und so die Kunden vom Kaufen abhalten. Es dürfte auch klar sein, dass ich künftig wohl keine Videos zu Square Enix Spielen machen und den Publisher nicht mehr für das Magazin unterstützen werde.
//Gavin Froome//

3 Kommentare:

Arctis J. hat gesagt…

eigentlich n' ziemlicher schlauer zug von denen und nicht wirklich ein eingriff in die pressefreiheit weil sich die ja eigentlich nur auf schriftliche dokumente bezieht, videos und fotos fallen glaub ich unter was anderes

Gavin Froome hat gesagt…

müssen die sich nicht wundern wenn weniger leute die spiele kaufen weil sie sich keine reviews dazu reinziehen können. Außer man steht auf Text ohne Bilder.

Arctis J. hat gesagt…

ich denk mal sie denken sich das sie mehr gutes davon haben als schlechtes, reviews gibts ja immer noch, wie du sagst nur ohne bilder, und falls die schlecht ausfallen werden die weniger leute lesen, was gut für die ist
ist das spiel gut werden auch die reviews gut sein und ansonsten gibt es mund zu mund und internet propaganda
wir werden keinen weg haben zu sehen ob sich das auszahlt, aber ich könnt mir vorstellen das ihnen das nich unbedingt probleme bringen wird