Dienstag, 15. September 2015

Summer Breeze 2015

Krass, Summer Breeze ist schon wieder einen Monat her. Wird dann wohl langsam Zeit, dass ich ein bisschen was dazu schreibe. Fing gut an, als ich über eine halbe Stunde später abgeholt wurde als geplant. Wir sind dann also erst so kurz vor Mitternacht losgekommen. Im Auto roch es so dermaßen nach Frikadellen, dass mir teilweise echt schlecht wurde. Die Fahrt an sich lief aber recht gut und ich bin am frühen Morgen sogar noch eingeschlafen. Wir waren recht früh angekommen und mussten auch gar nicht so übertrieben lange warten, bis wir reinkamen. Unser Zeltplatz war meiner Meinung nach ziemlich gut, da direkt am Zaun, was sich hervorragend zum pinkeln angeboten hat. Der erste Tag war unglaublich heiß. Das machte das Zelt aufbauen nicht wirklich einfacher, zumal sich das Zelt verheddert hatte. Irgendwann haben wir es dann aber geschafft und es ging endlich an das erste Bier. Unser Zeltnachbar stellte sich als sehr hilfsbereiter und netter Typ raus, sodass dieser den Großteil des Festivals mit uns verbracht hat. Nachdem wir uns Crush-Eis und eine Kackflat besorgt hatten, ging es auf das Festivalgelände, wo wir uns die örtliche Blaskapelle reingezogen haben. Naja, ich habe mich mehr auf Bier, asiatisches Essen und Softeis konzentriert. Danach sind wir in die Stadt gefahren, wo wir in einer Gaststätte lecker gegessen und übelst geiles Maßbier getrunken haben. Abends saßen wir am Zelt und haben gesoffen. Der Tagesvollste, unser Nachbar und ich saßen da recht lange. Als wir den Arschficksong von Sido hörten, kam aus dem Dunkeln ein zähneputzender Typ der plötzlich mitsang. Drum haben wir ihn zum trinken eingeladen und er setzte sich dann zu uns. Wie sich rausstellte, war er Polizist. Drum habe ich Fuck The Police von N.W.A. drangemacht und alle waren glücklich. Eine der besten Erinnerungen des Festivals. Am nächsten Tag (Donnerstag) war es noch heißer. Damit kam ich überhaupt nicht klar. Mein Kreislauf war mega am verkacken und ein bisschen verkatert war ich zudem im laufe des Vormittags wahrscheinlich auch. Was mich jedoch positiv überrascht hat, war dass ich richtig gut schlafen konnte im Zelt. Ich habe während des ganzen Festivals nicht ein mal schlecht geschlafen. Wenn ich mich recht erinnere waren wir Mittags wieder in der Stadt und haben in dem Restaurant Rührei gegessen. Yummy. Dann waren wir im Hallenbad, wo unter anderem Metal-Wasser-Aerobik veranstaltet wurde. War lustig anzusehen. Duschen war übrigens auch sehr nice, auch wenn in einer Umkleidekabine welche am poppen waren. Und jetzt das negativste was mir zu der Zeit in Bayern einfällt. Es gab schon am zweiten Tag kein Crush-Eis mehr. Weder auf dem Gelände, noch in der Stadt. Unglaublich schlecht organisiert. Mein Bier war nicht nur warm, sondern heiß. Ekelhaft. Aber an dem Tag habe ich eh nicht viel getrunken. In der Stadt habe ich mir noch ein pinkes Hemd gekauft, weil es ja so heiß war und ich Trottel nur ein Hemd mit hatte, womit ich aufgeknöpft rumlaufen könnte. Die skurrilste Situation des Tages, war als ich mit besagtem Hemd alleine zurück zum Zelt gelaufen bin, und plötzlich ein riesiger, bärtiger Glatzkopf mit einem gigantischen Trinkhorn vor mir stand, mit dem Zeigefinger meinen Nippel berührte, hihi sagte und  dann davon hüpfte. What the fuck? Achja, und eine Konversation im Bus mit Fremden über Kot hat auch noch stattgefunden. Legendär. An dem Tag habe ich mir auch ein paar Bands angeguckt, wovon mir eine sogar richtig gut gefiel (Black Stone Cherry). Das sollte dann aber auch die einzige Band sein, die ich mir auch privat anhören würde und inzwischen auch schon getan habe. Abgesehen von ein paar Liedern von den Apokalyptischen Reitern. Das war das erste Konzert, die einzige Band die ich im Vorfeld unbedingt hören wollte, und wir haben fast alles verpasst. War trotzdem ganz gut. Was ich sonst noch gesehen habe waren Destruction, Saltatio Mortis, und Eisregen. Alles nicht so meins, aber ich habe das beste draus gemacht. Ich war aber auch total fertig, weshalb ich als erster pennen ging und das war auch gut so. Der Freitag war Gott sei dank nicht so ekelhaft heiß. Wir sind abermals (dieses Mal ohne Nachbarn) in die Stadt gefahren. Erst waren wir in einem Café, wo wir nicht tolles zu frühstücken gefunden haben. Dann sind wir wieder in das Restaurant gegangen, wo wir uns alle einen richtig geilen Braten mit Knödeln geholt haben. Wenn die Leute in Bayern eins können, dann das und Maßbier. Wir waren aber auch recht früh wieder am Gelände, da wir wieder auf Konzerte gehen wollten. Gesehen habe ich Alestorm, Kadavar und Ensiferum. Die erste Band fand ich gut, die anderen waren okay. Es gab eine Unwetterwarnung und unser Pavillion hat es nicht überlebt. Mit Kaya saß ich dann 9 Stunden im Zelt und wir haben uns so dir Birne weggesoffen. Die anderen waren zwischendurch auch immer mal wieder da und es war einfach mega witzig. Der wohl beste Abend. Am nächsten Morgen bin ich mit einer Plastikblume im Haar aufgewacht und wusste nicht wo die herkam. Der Samstag sollte dann wieder recht elendig werden. Das lag weniger am Wetter, sondern eher daran, dass ich spät Vormittags plötzlich einen fetten Kater bekam. Als wir wieder im Restaurant waren und ich eine Suppe hatte, wurde es richtig schlimm. Zudem kam die laute Stimme unseres süddeutschen Nachbarns, und die Tatsache, dass alle seit 4 Tagen nur über Fäkalien gesprochen haben. Laut im Restaurant muss das nicht unbedingt sein. Ich war mega am Arsch und ich habe an dem Tag auch nicht so unglaublich viel getrunken. Mehr als am Donnerstag war es aber schon. Die langweiligsten 2 Stunden des Festivals hatte ich, als ich mit einigen Stände abgeklappert habe. Öde. Zum Glück kamen irgendwann Funky und der Tagesvollste zu meiner Rettung und wir haben uns Bands angeguckt. An dem Tag gesehen habe ich Knorkator, Paradise Lost, Cannibal Corpse, Nightwish und Venom. Vor allem Cannibal Corpse würde ich mir so niemals niemals nie anhören, da mich die Musik total nervös macht und es auch so klingt als würden sich 30 Profiwrestler im Chor übergeben, aber wenn man es nicht ganz so ernst nimmt, kann man auf einem Festivals seinen Spaß damit haben. Das Ende von Nightwish war sehr enttäuschend und ich bin nach ein paar Liedern von Venom mit Funky abgehauen, nachdem wir den Tagesvollsten verloren hatten. Sonntag sollte dann abgebaut werden und wie das Schicksal es so wollte, war es schön am regnen. Irgendwann mussten wir aber loslegen und es war eine Sauerei. Einen Schuh von mir hat es auch zerfickt und ich musste ihn zurücklassen. Lebe wohl. Die Rückfahrt hat verdammt lange gedauert und mein Fuß war total angeschwollen von irgendwas. Schön war das nicht, aber nach vielen vielen Stunden waren wir dann endlich irgendwann spät Abends zu Hause. Was ein Erlebnis. Positiv waren für mich vor allem das Feeling, die Atmosphäre, und die Leute dort. Es war einfach witzig und mir ging nur ein einziger Typ richtig auf den Sack (Zitat: Ich hasse Geld, Mann...). Die Musik an sich war jetzt nicht so meins und ich kannte nicht ein einziges Lied was dort gespielt wurde. Negativ war die Sache mit dem Crush-Eis und die Kackflat. Da zahlt man 10,00€ um jederzeit auf vernünftigen Toiletten kacken gehen zu können und zu duschen, und dann sind die Toiletten so dermaßen ekelig und überschwemmt. Da konnte man besser warten, bis man am nächsten Tag wieder in der Stadt war. Ich habe nicht ein einziges Mal schlecht gegessen, was echt verwunderlich ist bei der Anzahl an Ständen die ich getestet habe. Das Bier war lecker und insgesamt war es eine gute Zeit. Trotzdem werde ich nächstes Jahr nicht hinfahren. So geil war es dann auch wieder nicht. Dafür gefällt mir die Musik auch einfach nicht gut genug, und verdammt viel Geld bin ich zudem auch losgeworden. Aber um es ein mal gesehen zu haben, war es das auf jeden Fall wert. Für nächstes Jahr bevorzuge ich dann doch lieber einen richtigen Urlaub.
//Gavin Froome//

1 Kommentar:

Lolg hat gesagt…

Oha das frisch gezapfte war der Hammer !!!